Gospelkirche Hannover

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Christoph Zschunke, Leitung Gospelprojektchor

CHristoph Zschunke

Liebe Gemeinde der Gospelkirche in Hannover,

ich freue mich sehr, seit Januar 2015 in der Gospelkirche Hannover einen mir persönlich sehr wichtigen und noch dazu sehr schönen Dienst begonnen zu haben, und in der Nachfolge von Christine Hamburger künstlerisch und organisatorisch für die Chorleitung des Gospelprojektchores verantwortlich sein zu dürfen. Dem vorausgegangen sind etliche gute Gespräche mit Joachim Dierks, dem Pastor der Gospelkirche, den ich aus verschiedenen Netzwerken im Bereich Gospel und Popularmusik in der Evangelischen Kirche in Deutschland schon vor längerer Zeit kennenlernen durfte. Es standen für mich die Zeichen gerade sehr günstig, mich auf diese neue Arbeit einlassen zu können. Darüber bin ich sehr dankbar.

Damit Sie etwas mehr von mir wissen, woher ich komme und warum mir gerade die Arbeit mit Gospelchören so viel bedeutet, hier einige meiner entscheidenden Lebensstationen.

Ich studierte ganz ´klassisch´ ev. Kirchenmusik (B-Dipl.) und Chorleitung bei Uwe Gronostay an der Universität der Künste Berlin und besuchte Meisterkurse für Chordirigieren u.a. bei Eric Ericsson, Daniel Reuss und Jos van Veldhoven. Schon während meines Studiums widmete ich mich als praktizierender Chorleiter und Kirchenmusiker neuen gottesdienstlichen Formen mit zeitgenössischem Liedgut und deren typischen Sing- und Begleitformen. Studienbegleitend belegte ich in Berlin einige Semester Arrangieren im Bereich Jazz- und Popularmusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und spielte dort auch Posaune in der Bigband.

In Berlin arbeitete ich nach meinem Studium zunächst als Sozialarbeiter in Projekten der Kinder- und Jugendarbeit, später dann als Konzertmanager und Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord sowie als Assistent der künstlerischen Leitung in der Sing-Akademie zu Berlin im Team von Prof. Kai-Uwe Jirka.

Während meiner Sozialarbeitertätigkeit organisierte ich mit verschiedenen freien Trägern der Jugendhilfe in Berlin Internationale Begegnungen im Rahmen von Jugendaustauschprogrammen. Zweimal führten mich solche Begegnungen auch in die USA nach New York. Dort lernte ich 1998 erstmals die hohe religiöse und künstlerische Expressivität vor allem zeitgenössischer Gospelmusik kennen und schätzen. Die starken Eindrücke aus verschiedenen Gottesdiensten, Konzerten und Begegnungen mit Gospelchören prägten mich und ließen die Frage in mir aufkommen, wie die lang studierten Standards guter chorischer Erziehung mit der Authentizität popularmusikalischer Musizierweise in Übereinstimmung zu bringen sei. Das musste ich einfach selbst ausprobieren.

Darum war ich seit 2001 selbst aktiver Gospel- und Jazzchorleiter in Berlin und häufig als Referent und Workshopleiter bei verschiedenen Ausbildungsträgern gefragt. Als Beauftragter für Popularmusik war ich für die Evangelische Landeskirche EKBO tätig. Die Vernetzung der Gospelchorszene in Berlin und Brandenburg sowie Qualifizierungsmodule für ehrenamtliche Gospelchorleiter waren dabei eine wichtige Aufgabe.

Das Wissen um die unterschiedlichen chorischen Zugänge und Musizierweisen in Klassik und Popmusik und die Erfahrungen, die ich in Berlin diesbezüglich als Kirchenmusiker sammeln durfte, waren der Grund für meine Berufung 2010 zum Professor für Chorleitung ans Institut für Kirchenmusik der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Dort war ich bis 2014 für die chorleiterische Ausbildung im Kirchenmusikstudium mit verantwortlich. Durch den Wechsel meines Lebensmittelpunktes im Sommer 2011 mit der Familie nach Leipzig, konnte ich jedoch diese Aufgabe in Düsseldorf nicht mehr sinnvoll erfüllen.

Derzeit arbeite ich wieder als Kirchenmusiker in zwei kleineren Teilzeitstellen im Süden von Leipzig sowie im Kirchenkreis Südharz und bin darüber hinaus freiberuflich als Chorleiter und Referent tätig.

An der Gospelkirche Hannover bin ich nun zwar in erster Linie jeden Dienstagabend ´Chorleiter´, aber Sie dürfen wissen, dass ich diese musikalische Arbeit mit den vielen begeisterten Sängerinnen und Sängern in meinem Selbstverständnis als ´Kirchenmusiker´ tun werde und jeder gesungene Ton und entstandene Klang für mich eine spirituelle Heimat braucht. Denn wir verkaufen nicht nur unsere Musik einem interessierten und zahlenden Publikum, vielmehr bauen und bezeugen wir damit Gemeinde Jesu und lassen sie mit unserem Singen lebendig werden. Ich bin dankbar, dass ich mir diesbezüglich der Unterstützung der Gemeinde sicher sein darf.

Und schon fühle ich mich hier in Hannover ein Stück zu Hause. Das soll gern so bleiben!
Euer / Ihr Christoph Zschunke
Leipzig, im Februar 2015

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