Die Gospelkirche

Alles begann mit einem Gospelkonzert in einer Kirchengemeinde in Hannover – Linden/Süd. Nun, dass ein Gospelchor – in diesem Falle „Sister T. & The S.P.A. Gospel Unit“ – ein Konzert in einer Kirche – in diesem Falle der Erlöser Kirchengemeinde – gibt, ist an sich nichts Besonderes. Dass es etwas Besonderes wurde, war der Idee zu verdanken, die nach diesem Konzert in fröhlicher Runde bei einem Gläschen des berühmtberüchtigten Erlöserpunsches entstand:
„Man müsste so etwas mehr in den normalen Alltag einer Kirchengemeinde integrieren“, so träumten damals die Chorleiterin Christine Hamburger und Pianist Joachim Dierks. Es gäbe eine Menge Gospel begeisterter Menschen, viele davon, die in irgendeinem Gospelchor sängen, oder in die Konzerte kommen, aber so recht keinen Ort hätten, an dem sie sich heimisch fühlen könnten. Eine Art Gospelkirche oder Gospelgemeinde müsste es geben, aber wo und wie?

Das war sozusagen die Steilvorlage für Carsten Wedemeyer, dem Pastor der Erlöser Kirchengemeinde, der durch die schwierige Situation seiner Gemeinde bedingt (die Erlöserkirche liegt in einem der sozialen Brennpunkte der Stadt; ein im Vergleich zu anderen Stadtteilen überdurchschnittlich hoher Anteil der Bevölkerung ist von Transferleistungen abhängig), schon seit geraumer Zeit nach Wegen für einen Gemeindeaufbau suchte und wohl schon in eine ähnliche Richtung gedacht hatte. „Hier bei uns, in der Erlöser Kirchengemeinde“, war seine Antwort; kurz, knapp und verbindlich, wie das in Linden-Süd so üblich ist. Das war Ende 2001.
Inzwischen ist aus der Projektidee eine feste Institution in der Gemeindelandschaft des Stadtkirchenverbandes Hannover geworden. Mittlerweile gibt es zwei vom Gospel geprägte Gottesdienste:

Gospelgottesdienst "Classic"

Gospel meets Jazz - Gospelgottesdienst "meditativ"

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Dank der Unterstützung verschiedener Institutionen und Firmen hat die Gospelkirche schon jetzt recht gute Rahmenbedingungen, die die für die Durchführung der Gottesdienste notwendige „Logistik“ erheblich erleichtern.
Es gibt eine fest installierte Lichtanlage, eine ausreichende Anzahl von Bühnenelementen, eine hochwertige Beschallungsanlage, einen elektronischen Flügel und eine komplette Backline in der Kirche, eine Gebetswand, ein kleines Emporencafe und Mobiliar, das hilft, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.